In Belgrad wird die Premiere des Theaterprojekts mit dem Titel „INOSTRANKA“ stattfinden, das eine moderne Bühneninterpretation der Erzählung „Die Ausländerin“ von Sergej Dovlatov darstellt. Die Hauptrolle in diesem Projekt wird von der Schauspielerin Mascha Maschkowa gespielt. Regisseur der Inszenierung ist Maxim Didenko, der als einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen Theaters gilt. „INOSTRANKA“ ist ein modernes Theaterprojekt, das von einer Person erzählt, die sich an einem Wendepunkt in ihrem Leben befindet. Der Fokus liegt auf Themen wie Wahl, Verlust, Hoffnung und der Fähigkeit, auch dann Ironie zu bewahren, wenn die vertraute Welt zusammenbricht. Die Inszenierung richtet sich an Zuschauer verschiedener Länder und Kulturen und macht die persönliche Geschichte universell. In dem Stück wird die Frage gestellt, was Menschen dazu bewegen kann, ihre Heimat zu verlassen, unter Berücksichtigung von Politik, Umständen, inneren Krisen oder einem plötzlichen Gefühl der „Fremdheit“ in ihrem eigenen Leben. „INOSTRANKA“ vereint die literarische Grundlage mit der persönlichen Geschichte der Schauspielerin. Es ist nicht nur eine Bühnenversion der Erzählung von Sergej Dovlatov, sondern auch ein offenes Gespräch von Mascha Maschkowa mit dem Publikum über das Leben in der Emigration, den Versuch, eine Karriere in Hollywood aufzubauen, das Leben in Los Angeles sowie Reflexionen über Erinnerung, Familie und Erwachsenwerden. Die Inszenierung erfolgt im Format eines lebendigen Dialogs mit dem Publikum, ohne die vierte Wand, was sie ironisch, ehrlich, emotional und therapeutisch macht. Das Projekt behandelt das Thema Emigration als universelle menschliche Erfahrung. Während in den 1980er Jahren Emigration als häusliches Drama betrachtet wurde, ist es heute zu einer existenziellen Wahl und einer Art Sprung ins Ungewisse geworden. Doch der Kern bleibt derselbe: Jeder Mensch fühlt sich mindestens einmal im Leben als „Ausländer“ – in einem neuen Land, Beruf oder sogar in seinem eigenen Schicksal.